Dienstag, 22. Januar 2008

Helfen Fieber und Bakterien gegen Krebs?


Wirken Bakterien plus Fieber gegen Krebs?

Spontanheilungen bei Krebs geben noch immer Rätsel auf. Prof. Heinz-Uwe Hobohm, Bioinformatiker an der FH Gießen-Friedberg, arbeitet seit Jahren an der wissenschaftlichen Erklärung dieses Phänomens.

Fieber verstärkt die Immunantwort auf Krebszellen.

Dazu hat er viele Fallbeschreibungen aus Fachzeitschriften ausgewertet. Ihm fiel auf, dass diese Spontanremissionen oft in engem zeitlichen Zusammenhang mit einem heftigen fiebrigen Infekt stehen. Tatsächlich fand Hobohm dann in etlichen verstreuten epidemiologischen Studien bestätigt, dass eine persönliche Krankengeschichte mit vielen Infekten das Krebsrisiko senkt. Diese "reinigende Wirkung" kann sich auch entfalten, wenn Krebs bereits entstanden ist: Beispielsweise kann ein Infekt nach einer Krebsoperation den Erfolg des Eingriffs deutlich verbessern. Inzwischen hat man dafür eine plausible biochemische Erklärung gefunden: Durch bakterielle Produkte, so genannte PAMP (Pathogen Associated Molecular Pattern), findet eine Stimulation des angeborenen Immunsystems statt.

Jedem Impfstoff sind Adjuvanzien beigefügt, von denen man lange Zeit lediglich wusste, dass sie die Immunantwort um ein Vielfaches verstärken. Erst kürzlich hat man erkannt, dass Adjuvanzien in Impfstoffen auf dieselben Proteine im menschlichen Körper wirken wie PAMP-Substanzen: auf die so genannten Toll-Rezeptoren. Diese sind essenzielle Bestandteile des angeborenen Immunsystems, die zu einer viel stärkeren Immunantwort gegen Krebszellen führen. Fieber verstärkt diese Wirkung wahrscheinlich auf vielfältige Weise. Man weiß beispielsweise, dass Krebszellen oft hitzeempfindlicher sind als normale Körperzellen.Mit den Professoren John Grange und John Stanford aus London hat Hobohm nun einen weiteren Artikel in "Critical Reviews in Immunology" publiziert. Darin wird die derzeitige Anwendung von PAMP in Frage gestellt.
Versuche wegen falscher Anwendung gescheitert?

Die wenigen vorliegenden klinischen Studien zu PAMP waren bislang nicht sehr erfolgreich, nach Ansicht des Autorentrios eine Folge falscher Anwendung. Anstatt einzelne PAMP über kurze Zeiträume bei austherapierten Patienten zu testen, so die Verfasser, sollte man einen Cocktail von PAMP über längere Zeit an nicht entsprechend vorbehandelten Patienten unter Fieber anwenden. Nur dann könne sich das volle Potenzial von PAMP offenbaren. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Universität Gießen soll nun an Mäusen geprüft werden, ob die Verabreichung von PAMP-Substanzen unter gezielter Fiebererzeugung tatsächlich die Wirkung dieser Krebstherapie verbessern kann.

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